Haltbarkeit von Douglasie Holz

Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) ist eine heimische Holzart, die aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Das für hochwertige Zwecke am besten geeignete Douglasienholz stammt dabei aus Süddeutschland.

image

Nadelhölzer im Allgemeinen

Bei den Nadelhölzern ist generell der Unterschied zwischen Frühholz, das anfangs der Vergetationsperiode wächst, und dem dunkleren Spätholz, das gegen Ende der Vegetationsperiode gebildet wird, zu beachten. Das Frühholz ist wesentlich weicher als das Spätholz, da dort die Zellen dünnwandiger und mit größerem Querschnitt (großlumig) wachsen, um ausreichenden Wasser- und Nährstofftransport gewährleisten zu können. Das Spätholz ist dickwandiger, hat einen kleineren Querschnitt (kleinlumig) und bildet dort vermehrt das verholzende Lignin. Je langsamer der Nadelbaum gewachsen ist, desto höher ist der Spätholzanteil relativ zum Frühholzanteil – damit steigt auch die Härte und Abriebfestigkeit des Holzes.

Die Douglasie im Besonderen

Nadelhölzer sind, im Gegensatz zu vielen heimischen oder exotischen Laubhölzern, weicher. Die Douglasie, eine Baumart die in Europa bis zu 60 m hoch wachsen kann, schneidet bei den heimischen Nadelholzarten mit am besten ab. Durch das schon recht respektable Vorkommen von Douglasienbäumen in Mitteleuropa sorgt bei dem immer beliebter werdenden Holz für ausreichend Versorgung und wir gerne im Außenbereich als Terrassen – & Fassadenholz, aber mittlerweile auch vermehrt im Innenbereich als Fußboden eingesetzt.

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Holzart wurde im 18. Jhdt. nach Europa importiert und wird aufgrund ihrer guten Charaktereigenschaften von den Förstern gerne in unseren heimischen Wäldern angepflanzt. Das aus Sicht der Holzindustrie in Europa vermutlich „beste“ Holz der Douglasie ist im Süddeutschen Raum wie z.B. im Schwarzwald zu finden. Die vergleichsweise nährstoffarmen Waldböden lassen die Bäume nur langsam wachsen, was dazu führt, dass die Jahresringe (veranschaulicht im Querschnitt des Baumes, siehe Querschnitt der Massivholzdiele) enger platziert sind und das Holz eine ausgezeichnete Härte aufweist, die von anderen heimischen Nadelholzarten nicht übertroffen werden kann.

Um den Wert des Holzes beim späteren Verkauf zu steigern, werden die noch jungen Douglasienbäume von den Förstern entastet. Zum Zeitpunkt der Fällung, also etwa 80 – 100 Jahre später, ist das Holz außerhalb des entasteten Bereichs dann astfrei und somit sehr homogen. Diese „Wertastung“ wird schon lange in deutschen Wäldern durchgeführt, weswegen wir heute besonders schönes Rundholz für unsere Produktion von Massivholzdielen und Terrassendielen bekommen.