Esche – einer der Edel-Laubbäume

Das Eschenholz mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist neben der Eiche ein schönes und begehrtes Hartholz.

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Die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) hat hohe Ansprüche an ihren Standort und ihre Wasserversorgung, und beschränkt sich damit auf weniger Stockungsfläche wie die Eiche oder Buche. Sie ist häufig in Auewäldern oder an Bachläufen zu finden, worauf auch Orstnamen wie z.B. „Eschenbach“ hinweisen. Sie kann bis zu 300 Jahre alt und 40m hoch werden und hat ihr Verbreitungsgebiet in großen Teilen Europas bis hin zum Ural in Russland.

Die Esche besitzt gefiederte Blätter, was sie von vielen Waldbaumarten abhebt und daran gut zu erkennen ist. Im Winter sind die großen schwarzen Knospen, die für den Austrieb im Frühjahr angelegt wurden, auch deutlich zu erkennen.

Die Eberesche ist übrigens botanisch gesehen nicht mit der Esche verwandt. Allerdings verdankt sie ihren Namen der Ähnlichkeit ihrer Blätter zu denen der Esche.

Das Eschentriebsterben

 

Der aus Ostasien eingeschleppter Pilz „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ (Hymenoscyphus fraxineus) verursacht bei unseren heimischen Eschenarten orange-braune Rindennekrosen, die langfristig zum Absterben des Baumes führen. Die Sporen des Pilzes befallen die Blätter der Esche, von wo der Pilz in die Triebe vordringt und zum Absterben derselben führt.

Leider gibt es nach jetzigem Wissenstand keine Möglichkeit, dem Fortschreiten dieser Krankheit Einhalt zu gebieten. Jedoch scheinen manche Bäume nur geringen Befall oder sogar Resistenz anzuzeigen. Diese Bäume sollten gezielt gefördert werden, um damit hoffentlich den Fortbestand unserer heimischen Eschenarten gewährleisten zu können.

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Holzverwendung

 

Das Eschenholz ist ziemlich hart und abriebfest – es weist auch hohe Biege- und Zugfestigkeit auf. Diese guten mechanischen Eigenschaften machen es zu einem bevorzugten Holz für Drechselwaren, Sportgeräte und Werkzeugstiele. Ebenso wird es sehr gerne im Innenausbau und bei Möbeln verwendet. Die ringporige Struktur der Jahrringe der Esche sorgt bei den daraus geschnittenen Brettern und Dielen für besonders klare und schöne Strukturen.

Das Holz ist eigentlich hell, färbt sich aber oft ab einem Baumalter von circa 70 Jahren vom Kern ausgehend braun und stellt damit je nach Verwendung und Wünschen des Käufers eine große Entwertung dar. Im Moment ist der Modetrend eher noch bei hellen Hölzern, aber wer weiß, was die Zukunft mit sich bringt?